Zeit für Veränderung – der Tod des Egos

Nichts ist konstanter als die die Veränderung. Gerade in diesen doch sehr unruhigen Zeiten, in denen wir uns fast täglich mit neuen Begebenheiten auseinandersetzen dürfen, wird dies deutlich. Es wird Zeit, dass wir unser Ego zurückstellen. Es ist Zeit für Veränderung.

Horizont erweitern

Für viele Menschen bedeutet Veränderung unglaublicher Stress, denn sie müssen/sollten Ihre Komfortzone verlassen. Auf einmal gerät ihr ganzes Leben aus den Fugen. Was die Menschen jedoch fast immer vergessen, es ist meist nichts schlechtes dabei, seinen Horizont zu erweitern und über den Tellerrand zu schauen. Wo wären wir heute, wenn wir nicht mutig hin und wieder einen anderen Weg eingeschlagen hätten? Wenn wir nicht mal von dem bekannten abgewichen wären? Wenn wir nicht unsere Komfortzone verlassen hätten?

Der Tod des Egos

Nehmen wir einmal die aktuelle Situation. Der Mensch geht regelmäßig zur Arbeit, die Kinder sind im Hort. Jetzt bleiben die Kinder zu Hause, müssen von den Eltern bespaßt werden. Dazu kommt noch die Arbeit im Homeoffice, wo jeder der Kollegen in die Privatsphäre eingringen kann. Wow, da werden ganz schön viele Grenzen verschoben. Nun ist die aktuelle Situation in ihrer Dauer und den Auswirkungen für die Zukunft nicht abschätzbar. Dazu kommt noch eine enorme Existenzangst, denn wenn auch viele Arbeitgeber im Moment das Gehalt auf Kulanz in voller Höhe weiterbezahlen, ist dies kein Dauerzustand. Niemand kann abschätzen, was noch kommt und wie lange diese Situation andauern wird. Jetzt rächt sich all unser Handeln aus der Vergangenheit, in der wir über unsere Verhältnisse gelebt haben. Expansion auf Pump – immer höher, schneller, weiter. Was der kann, kann ich auch. Geld spielt keine Rolle und ist ja so günstig zu bekommen. Urlaub auf Kredit – kann man ja später abzahlen. Haus kaufen oder bauen mit dem Wissen, an seine Belastbarkeitsgrenze zu kommen. Viele haben sicher den Spruch im Ohr: positiv denken, lebe deinen Traum und träume nicht nur davon, alles wird gut.

Wie soll es weitergehen?

Einstein sagte einmal: “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, weiterzumachen wie bisher und zu glauben, dass sich etwas ändert.”

Ich glaube, dass wir nicht so weitermachen können wie bisher. Unsere Ego-Mentalität – ich zuerst – zeigt sich gerade jetzt wieder ganz deutlich durch Hamsterkäufe. Hauptsache ich habe 20 Packungen Toiletten-Papier im Schrank liegen, was mit den anderen Menschen ist, ist mir egal. Umso schöner ist es, wenn man hört und liest, wie sich Hilfe für “Schwache und Kranke” entwickelt. Leider brauchen wir erst einmal eine so unglaublich fürchterliche Situation, um wieder mehr Menschlichkeit zu zeigen, zu zeigen, dass wir Menschen sind, die mit Achtsamkeit und Respekt durchs Leben gehen.

Die Regierung auf Bundes- und Landesebene muss uns per “Verordnung” aufgeben, dass wir gegenseitig aufeinander achten sollen. Dass wir trotz Abstandhalten wieder näher zusammenrücken sollen. Traurig, traurig, traurig.

Ich wünsche mir für jeden von Euch da draußen, dass Ihr gesund bleibt. Schaut nach links und rechts und seht genau hin. Es gibt so vieles war wir alle verändern können. Jetzt ist ein Anfang gemacht. Macht weiter so. Zeigt Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung gegenüber Menschen, Tieren und der Umwelt. Bleibt menschlich. Alles hat zwei Seiten.

Änderung unserer Angebote

Zukunft Leben reagiert auf die aktuellen Entwicklungen und ändert seine Angebote

Von offizieller Seite wurde das öffentliche Leben fast vollständig ausgehebelt. Experten sagen bereit jetzt neue Epedemie-Schübe für den Herbst voraus. Grundsätzlich bin ich kein negativer Mensch und möchte die aktuelle Pandemie nicht herunterspielen, doch die aktuellen Entwicklungen – auch gepuscht durch die Medien – zeigen deutlich, dass die Menschen Angst haben. Viele Menschen reagieren daher auch entsprechend mit Hamsterkäufen. Ich selbst wurde Opfer dieser Hamsterkäufe und konnte meinen täglichen Bedarf nicht mehr decken. 🙁 Eine Mitarbeiterin des Supermarktes bestätigte mir auf Nachfragen, dass genug Ware vorhanden sind und keine Engpässe gegeben sind. Leider können die Nachschubketten den aktuellen Hype nicht decken. Bitte geben Sie allen Menschen eine Chance, sich auf ein weitgehend normales Leben einzustellen. Nehmen Sie etwas Rücksicht und stellen Ihr eigenes Ego etwas in den Hintergrund.

Die ganze Angelegenheit ist – wenn wir uns alle etwas zurücknehmen – sicher bald wieder ausgestanden. Hier kommt meine positive Eigenschaft zum Tragen. 🙂

Trotz allem – und weil auch wir eine Verantwortung gegen über unseren Mitarbeitern, Mandanten und Klienten haben – habe ich mich dazu entschlossen, unser Angebot auf Online-Modus umzustellen. Dieses Angebot betrifft:

  • Coaching – jetzt schon teilweise online möglich
  • Seminare – nur noch als “Fern-Lehrgänge” über unser Coaching-Portal – dadurch auch zu reduzierten Preisen
  • Beratungen und Change-Management – per Telefon oder email
  • Buchhaltungen und Lohnabrechnungen werden bei uns schon immer Online bearbeitet

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der direkte Kontakt vorerst unterbleiben muss. Für alle Fragen erreichen Sie uns über 04307 / 900 450 oder unser Kontaktformular.

Wir sind immer für Sie da – auch in schwierigen Zeiten.

Frust-Weltmeister Deutschland

Was ist nur mit den Deutschen los? Fast jeder 4. Arbeitnehmer hat keine Lust zur Arbeit zu gehen.

Eine neue Studie – hier die der dänischen Firma Peakon – zeigt, dass die Deutschen im internationalen Vergleich gesehen, Probleme mit ihren Arbeitgebern haben. Was ist nur mit den Deutschen los? Fast jeder 4. Arbeitnehmer hat keine Lust zur Arbeit zu gehen

Nun ist das nichts Neues, denn die Gallup-Studien zeigen diesen Trend schon seit fast 20 Jahren. Der Anteil der Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, schwankte in diesem Zeitraum von 11% bis aktuell 15%. Und was ist mit dem Rest? Laut Gallup haben in den fast 20 Jahren ihrer Studien ca. 14% bis zu 24% der befragten Mitarbeiter keine Bindung ans Unternehmen und haben bereits innerlich gekündigt. Die breite Masse der Befragten in diesem Zeitraum – das sind immerhin 61% – 71% – erledigen ihre Arbeit ohne große Ambitionen.

Die Auswirkungen sind verherend

Unzufriedende Mitarbieter – und das sind immerhin knapp 89% – 90% der Befragten in diesem 20-Jahres-Zeitraum – kosten die Unternehmen Milliarden. Zu früheren Zeiten konnte man von Unternehmern höhren, dass ein gesundes Unternehmen auch mal einen faulen Mitarbeiter verträgt. 🙂 Diese Sprüche sind jedoch längst überholt. In Zeiten des Fachkräftemangels können wir uns solche Zahlen nicht mehr erlauben.

Dass die Unsummen an Kosten für Unternehmen in der Regel immer über geringe Löhne ausgetragen werden, löst das Problem nicht im geringsten. Denn nun geht das Hamsterrad seinen Gang. Geringer Lohn – keine Motivation – keine Motivation – erhöhter Krankenstand – Mehrbelastung für andere Kollegen – noch mehr Krankenstand – die Ausfälle können irgendwann nicht mehr kompensiert werden und Produktionsausfälle sind die Folge. Damit diese Produktionsausfälle nicht geschehen, kommen Überstunden und Schichtbetrieb auf den Plan – noch mehr Frust und Krankenstand. Wenn dann noch Ausfälle wie aktuell durch das Coronavirus die Belegschaft Wochenweise reduziert, kann ein Unternehmen schnell mal an die Belastbarkeitsgrenze kommen.

Die Ursachen sind schnell ausgemacht

Nun sind Menschen von Haus aus nicht frustriert oder lustlos. Alles hat irgendwo seinen Ursprung. Im Unternehmensbereich sind das fast immer zu 100% die Führungskräfte und Unternehmer. Was wir dabei immer wieder vergessen – auch Führungskräfte und Unternehmer sind nur Menschen. Und die machen Fehler, wie jeder andere auch. Diese Fehler können jedoch dazu führen, dass ein Unternehmen nicht wirtschaftlich arbeiten kann. Sie führen dazu, das es keine neuen Mitarbeiter gibt, dass bestehende Mitarbeiter ihr Unternehmen nicht weiterempfehlen. Empfehlungsmarketing durch die eigenen Mitarbeiter ist das beste und billigste Marketing-Instrument, das ein Unternehmen haben kann.

Was ist die Lösung?

Für alles brauchen wir einen Führerschein oder eine Ausbildung. Nur nicht als Führungskraft. Jeder kann – wenn er möchte – Führungskraft oder Unternehmer sein und werden. Manche Führungskräfte schlittern auch einfach so in eine Postition, weil niemand da ist, der es machen kann und irgend jemand muss es machen.

Mein Ansatz ist eine Führungskräfte-Entwicklung, die den Führungskräften nicht nur die tradierten Führungs-Themen in einem Seminar beibringt, sondern ganz gezielt auch die persönliche Entwicklung der Führungskraft durch ein gezieltes Coaching mit einbezieht. Denn nur wer als Führungskraft versteht wie Menschen ticken, wie sie damit umgehen und dem entgegenwirken kann, ist eine gute Führungskraft. Und die schafft es auch, Mitarbeiter zu motivieren, sie ans Unternehmen zu binden und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen.

Die beste und billigste Marketing-Strategie eines Unternehmens sind zufriedene Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren und gerne zur Arbeit gehen.