Persönlichkeits-Entwicklung ist heute wichtiger denn jeh. Mobbing unter Kollegen und Bossing aus der Führungsebene heraus sind keine Seltenheit. In meiner langen Berufspraxis konnte ich immer wieder feststellen, dass viele Führungskräfte für Führung nicht geeignet sind.
Doch warum ist das so?
Wenn man unter Angestellten eine Umfrage machen würde, dann bekäme man sicher immer wieder die Antwort: es ist die Macht, die Menschen in dieser Position haben.

Ich sage: Mobbing und Bossing sind ein Grund, warum Unternehmen nicht ihr ganz eigenes Potential zur Geltung bringen können.
Jedes Team – und ein Unternehmen ist letztendlich auch ein Team – ist nur so stark wie sein schwächstes Glied. Mobber und Bosser sind schwache Glieder.

Um das große Ganze wie geschmiert am laufen zu halten sollte man also auch bei den einzelnen Gliedern anfangen. Eine individuelle SWOT-Analyse, wie man es normalerweise bei Unternehmen macht, ist auch bei Einzelpersonen möglich, um Schwächen, Stärken aber auch versteckte Potentiale zu erkennen. 

Oft reicht schon eine kleine Aufmerksamkeit

Hierbei ist mit Aufmerksamkeit nicht unbedingt ein materielles Geschenk gemeint. Gerade als Führungskraft sorgt der permanente Stress häufig dafür, dass man kleine Höfflichkeiten vergisst, die dem Mitarbeiter vielleicht ein hohes Maß an Wertschätzung und Motivation geben würden. Ein kleiner Tipp von mir bevor Sie durch das Büro gehen:
Atmen Sie einmal tief durch und achten Sie auf den Blickkontakt zu Ihren Mitarbeitern. Suchen Sie den Blick zu Ihnen, erwarten Sie vielleicht sogar eine persönliche Ansprache, oder würden sich sehr darüber freuen. Vielleicht unterstreichen Sie den Gruß auch mit einem Lob oder einem Kompliment. 

Besonders durch die Pandemie und das daraus resultierende Home-office sind persönlichkeiten und soziale Interaktionen stark zurück gegangen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter wieder zurück in die Gesellschaft Ihrer Firma kommen und zwar mit einem herzlichen Willkommen in Form von dem Gefühl gesehen zu werden.
Ihre Mitarbeiter werden Ihnen dies mit Motivation und Produktivität zurückzahlen. 
Außerdem ist es wichtig sich nach der langen Arbeit in den persönlichen vier Wänden, langsam wieder an die fremde Umgebung zu gewöhnen. Im Home-Office fällt es durch das gewohnte Umfeld leichter mit Stress und Konfliktsituationen umzugehen. 
Überfordern Sie Ihre Mitarbeiter daher nicht direkt wieder mit Problemen und versuchen Sie etwas mehr Nachsicht als vor der Pandemie zu zeigen, damit sie ihren Arbeitsplatz schnell wieder als gewohnt wahrnehmen können.

Auch aktuelle Gegebenheiten wie wir sie nun schon das zweite Jahr erleben, macht etwas aus den Menschen. Viele Unternehmer kämpfen ums Überleben und den Mitarbeitern im Homeoffice oder in der Kurzarbeit geht es nicht besser. Wichtig ist, dass wir in jeder Krise eine Chance sehen. Eine Chance für eine Veränderung, für kreative Prozesse. Doch diese sehen wir vor lauter Überlebenskampf nicht mehr.

Zufriedene Mitarbeiter sind das beste Marketing – Denn wenn jemand mit seinem Job und seinem Arbeitsplatz zufrieden ist, kommuniziert er dies auch nach außen.

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