Gesundheitsmanagement im Unternehmen

Stress hat viele Gesichter – er zeigt sich über Krankheiten als Signal über Depressionen bis hin zum Burnout. Stress ist grundsätzlich nichts schlechtes. Es kommt darauf an, wie wir damit umgehen und ob positiver Stress in negativen Stress wechselt.

Doch was ist Stress eigentlich?

Stress ist keine objektive Angelegenheit, die man definieren kann wie schwarz oder weiß. Stress ist eine subjektive Empfindung, wie jemand auf bestimmte Situationen reagiert.

Der Begriff Stress (engl.: Druck, Anspannung) kommt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und bezeichnete den Druck auf ein Material. 1936 wurde der Begriff durch Dr. Hans Seyle (1907 – 1982) entlehnt, um damit eine „unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“ zu benennen. Es gibt unterschiedliche Ansätze und Stress-Theorien. Dr. Seyle, der auch als Vater der Stressforschung bezeichnet wird, stellt in seinem Modell die Folgen von einzelnen Stressmomenten und chronischem Stress dar. Er hat in seinen Studien nachgewiesen, dass durch die Wahrnehmung eines jeden Stressors eine Anpassungsreaktion folgt, und auf jede Anspannungsphase eine Entspannungsphase folgen muss, da nur bei ausreichender Erholung die Waage zwischen Ruhe und Erregung gehalten werden kann. Sollten jedoch in kurzen Abständen mehrere Stressoren folgen, steigt das Erregungs­niveau kontinuierlich an. Zusätzlich wurde nachgewiesen, dass Stress wesentlich von kognitiven Bewertungs­prozessen mitbe­stimmt wird und daher eine Interaktion der Menschen und ihrer Umwelt ist. Dies hat zur Folge, dass Stress durch subjektive Einstellung und Erfahrung beeinflussbar ist.

Grundlage und Ausgangspunkt dieser Theorie ist Dr. Seyles Beobachtung, wie sich ein Tier in einer aktuellen und akuten Gefahrensituation verhält. So ist z.B. bei einem Fressfeind oder einer physischen Gefahr wie z.B. einem Waldbrand die erste Reaktion des Tieres Kampf oder Flucht. Wie bei unseren Steinzeitmenschen. Während dieser Reaktion geht der Organismus in eine erhöhte Alarm- und Handlungsbereitschaft, was zum einen die Muskulatur, den Kreislauf, und die Nervenstruktur betrifft und eine Entscheidungs­bereitschaft nach sich zieht. Nach Dr. Seyle wird in dieser Phase z.B. das Sympahtoadrenalsystem aktiviert und die Ausschüttung des Nebennierenhormons Adrenalin bewirkt eine vegetative Wirkungskette, die den Blutdruck sowie den Blutzuckerspiegel und den Muskeltonus erhöht.

Stress ist also eine situationsbedingte Anforderung an unseren Körper, angemessen zu reagieren. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei der Stress-Situation um positiven oder negativen Stress handelt, denn die Auswirkungen und Abläufe im Körper sind die gleichen.

Eu-Stress oder positiver Stress

Positiver Stress oder Eu-Stress sind existenzfördernde Themenbereiche, die den menschlichen Körper zu Höchstleistungen anspornt. Beispiele sind:

  • eine neue Partnerschaft,
  • sportliche Erfolge,
  • Aufnahme in eine Gruppe
  • Situation die man als Herausforderung annimmt, der man sich gerne stellt

etc.

Eu-Stress begegnet uns im täglichen Leben auch dann, wenn wir etwas mit voller Freude beginnen und uns dann mitreisen lassen. Ein gutes Beispiel für Eu-Stress ist eine junge Mutter, die alles für ihr Baby tut. Anfangs ist da noch alles im Lot, das Baby schläft viel und sie ist voller Vorfreude, wenn das Baby wieder aufwacht. Alle anderen Aufgaben werden schnell und zügig erledigt, denn sie möchte dann die freie Zeit wieder mit ihrem Baby verbringen oder sich mit Freunden treffen und das Baby und seine Entwicklungsfortschritte mitteilen.

Im beruflichen Bereich sind wir voller Euphorie, wenn wir einen neuen Job beginnen. Wir hängen uns rein, geben alles, nichts ist uns zu viel. Wir wollen ja einen guten Eindruck hinterlassen.

Dis-Stress oder negativer Stress

Als negativen Stress oder Dis-Stress bezeichnen wir Themen, die Existenz­bedrohend und deshalb als belastend angesehen werden. Beispiele hierfür sind:

  • Tod eines nahen Angehörigen
  • Gefahr für die Familie
  • Verlust der Arbeitsstelle
  • Aufgaben, die nach eigenen Einschätzungen nicht gemeistert werden können
  • Opfersituationen, in denen man sich hilflos fühlt
  • Zeitmangel
  • Lärm
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Schlafentzug
  • Reizüberflutung z.B. durch ständige Erreichbarkeit, Medien, Internet
  • Krankheiten und Schmerzen

etc.

Nun sind diese Beispiele Bereiche, die sehr gravierende Auswirkungen haben. Doch auch für unsere junge Mutter kann die anfängliche Euphorie auch zu einem späteren Zeitpunkt in richtigen Stress ausarten, wenn das Kind größer wird und seinen Entwicklungs- und Freiheitsdrang ausleben sollte. Oder der Job, den wir mit sehr viel Enthusiasmus und Einsatzfreude begonnen haben, kann ein großes Stresspotential in sich bergen, wenn diese Einsatzfreude ausgenutzt wird.

Die Stressoren oder Stressauslöser lassen sich in unterschiedliche Gruppen einteilen.

Kognitive Stressoren

Zu den kognitiven (lat. cognosecere = erkennen, erfahren, kennenlernen) Fähigkeiten eines Menschen zählen unter anderem die Wahrnehmung, Argumentation, der Wille, die Überzeugungen und Glaubenssätze. Ein kognitiver Stressor ist demnach ein Stressor, der, ausgelöst durch unsere Überzeugungen und Glaubenssätze bei uns Stress auslöst und uns zu bestimmten Handlungsweisen veranlasst, die in der Regel eine Veränderung der Prioritäten hervorruft.

Ein typisches Beispiel dazu erleben wir selbst tagtäglich. Wir sind bei der Arbeit und wollen uns auf einen bestimmten Vorgang konzentrieren und werden permanent unterbrochen. Einmal kommt ein Kollege und möchte etwas wissen, dann kommen Anrufe dazwischen, eine Besprechung steht an und, und, und. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben ergeben, dass jede dieser Unterbrechungen im Durschnitt länger als 20 Minuten dauert und wir im Nachgang wiederum ca. 5 Minuten benötigen, um uns wieder auf unsere ursprüngliche Arbeit konzentrieren zu können. Wenn wir das nun einmal zusammenrechnen, können auf diese Art und Weise der Arbeitsgestaltung ca. 66% eines normalen Arbeitstages verloren gehen. Jetzt haben wir Stress, denn um diesen Verlust aufzufangen ist es notwendig, schneller oder länger zu arbeite. Wären uns die Auswirkungen der laufenden Unterbrechungen bereits im Vorfeld bewusst, würden wir einen anderen Arbeitsablauf gestalten. Zusätzlich  könnte unser persön­liches Verhalten (vom Ja- zum Nein-Sager) dazu beitragen, dass Stressoren ausgeschaltet werden.

Aber auch unsere persönlichen Einstellungen und Glaubenssätze haben eine große Auswirkung auf unser Verhalten. Wenn wir bereits in Kindertagen erfahren haben, dass Geld schwer, hart und sauer verdient werden muss, die eigenen Eltern uns das auch so vorgelebt haben, dann hat sich dieser Glaubenssatz auch bereits auf unser Leben abgefärbt. Nur durch extremen Arbeitseinsatz kann man genügend Geld verdienen. Stress ist vorprogrammiert.

Systemische Stressoren

Nicht nur durch unser Denken und Verhalten können Stress-Situationen ausgelöst werden, sondern auch durch falsche Organisation. Wie kann so eine falsche Organisation oder ein falsches »System« aussehen?

Im privaten oder häuslichen Bereich kann es stressvoll sein, wenn wir keine Rückzugsmöglichkeiten haben, oder der Partner, im Gegensatz zu uns, eine sehr laxe Haushaltsführung an den Tag legt. Auch die Wohnungsumgebung kann irgendwann einmal zu einem großen Stresspotential beitragen, wenn z.B. Großbaustellen den Weg zur Arbeit behindern, oder es keine Möglichkeit gibt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln entspannt zur Arbeit zu kommen, wir auf das Auto angewiesen sind und das dann auch noch streikt. Im betrieblichen Bereich können falsche Arbeitsabläufe, unangemeldete Software-Updates und mangelnde Schulungen für neue Bereiche etc. zu erheblichen Stressauslösern führen. Eine Großbaustelle direkt vor dem Betriebsgebäude trägt auch nicht unbedingt dazu bei, entspannt zu arbeiten.

Die aktuelle Pandemie ist auch ein systemischer Stressor. Durch Home-Office, Homeschooling, diversen Verboten, keine Freizeit- und Reisemöglichkeiten kamen viele Menschen an ihre Grenzen.

Mentale Stressoren

Das Leben bietet uns eine Vielzahl an Varianten von mentalen Stressoren durch Enttäuschungen unterschiedlichster Art, Vertrauensbruch, seelischen Missbrauch, Vergewaltigung, Ignoranz und Mobbing. Alles, was unser ureigenstes Stabilitätsprogramm, unser Selbstwertgefühl angreift fällt unter diesen Bereich.

Mobbing und auch Bossing (Mobbing durch Vorgesetzte) wird in vielen Unternehmen noch als eine Art Normalität betrachtet. Wer damit nicht umgehen kann ist ein Weichei und wird dadurch automatisch zum Spielball. Dabei sind es beide Seiten – der Mobber und der Gemobbte – die Hilfe und Unterstützung brauchen. Der Mobber fühlt sich durch einen anderen Menschen in seinem Selbstwert angegriffen und versucht durch Mobbing seinen “Gegner” zu entfernen oder zu vernichten. Durch dieses “Vernichten” fühlt er sich gut und machtvoll mit fatalen Folgen für ein Unternehmen, wenn es darum geht, Fach- und Führungskräfte zu halten oder zu bekommen.

Ernährungsbedingte Stressoren 

Unsere modernen Ernährungsmöglichkeiten bieten leider auch eine Vielzahl an Möglichkeiten der falschen Ernährung. Oft wird gerade in „stressigen“ Zeiten oder Momenten auf Fastfood oder Fertigprodukte zurückgegriffen. Noch schlimmer ist es, wenn der Nahrungsaufnahme keine entsprechende Beachtung geschenkt wird, und sie nur  sporadisch zwischen zwei Terminen in hecktischer Form stattfindet.

Wir wissen heute, dass ein Gefühl der Sättigung erst nach ca. 20 Min[1] oder später eintritt. Dies setzt also voraus, dass wir uns mindestens 20 Minuten der Nahrungs­aufnahme widmen sollten. Dass es dabei sinnvoll ist, ausgewogene, gesunde und frische Nahrung zu sich zu nehmen sollte selbstverständlich sein. Denn unsere Nahrung hat einen direkten Einfluss auf unseren Organismus und dadurch auf das Funktionieren verschiedenster Abläufe im Körper, die sich durch Stress verändern.

Bewegungsbedingte Stressoren

Ist unser Tagesablauf bereits durch mentale, systemische und kognitive Stressoren gestört, geht in der Regel auch unser Drang nach Bewegung zurück. Aussagen wie »Sport ist Mord« und »jetzt hetze ich schon den ganzen Tag herum, dann muss das jetzt nicht auch noch sein« lassen die Menschen mehr und mehr zu Coachpotatos werden. Doch gerade Bewegung ist eine Variante, die Stress abbauen lässt. Dabei ist es nicht wichtig, ob wir jetzt Dauerjogging an den Tag legen, uns im Fitness-Studio auspowern oder sonstige Extreme pflegen, sondern dass die Bewegung an der frischen Luft kontinuierlich und in ausreichender Zeit stattfindet. Wenn Sie dabei noch die Natur im Fokus haben, und vielleicht den Partner oder die Kinder mit einbeziehen, sind Sie bereits auf einem guten Weg der Entspannung.

Atmungsbedingte Stressoren

Jeder Atemzug ist von zentraler Bedeutung für unser Leben. Würden wir das Atmen unterdrücken oder aussetzen, bliebe uns innerhalb kürzester Zeit nur der sichere Erstickungstod. So wichtig wie die Atmung für unser Leben ist, so wichtig ist sie in stressigen Situationen. Je stressiger die Situation, umso flacher ist die Atmung. Durch einen tiefen Atemseufzer können wir die Entspannungsphase einleiten und das Gegenläufige Stressprogramm aktivieren. Unsere Atmung ist jedoch sehr oft durch falsches Atmen und Rauchen gestört.

Schmerzbedingte Stressoren

Krankheiten und damit einhergehende Schmerzen, vor allem wenn diese auch noch chronisch sind, haben einen großen Einfluss auf unser Leben. Wer mit jeder Bewegung, auf Schritt und Tritt ständig Knie- und Rückenprobleme und Nackenverspannungen hat,  von Kopfschmerzen oder Migräne, Tinitus oder Magenscherzen geplagt ist, kann ein Lied davon singen, wie diese Krankheiten unser Wohlbefinden stören können.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, welche Stressoren in Ihrem Leben wirken? Machen Sie eine Liste. Erst das Bewusstwerden in Kombination mit dem schriftlichen Festhalten kann letztendlich eine Veränderung bringen.

Was passiert bei Stress im Körper

Sympathikus oder das vegetative Nervensystem

Alles, was wir über unsere fünf Sinne – hören, riechen, schmecken, fühlen, sehen oder wahrnehmen, wird von uns interpretiert und auf andere, bereits bekannte Erlebnisse hin geprüft. Vieles wird dabei durch den Verstand –bewusst- geprüft, doch der ein oder andere Prozess läuft im Unterbewusstsein ab. Das, was wir wahrnehmen und wie jeder Einzelne es interpretiert und einstuft, ist und bleibt eine subjektive Bewertung. Ausschlaggebend ist dabei immer die jeweils gemachte positive oder negative Erfahrung. Das was dem einen machbar erscheint, kann beim anderen zu einer totalen Überforderung führen. Wird durch diesen Scan in irgendeiner Art und Weise Gefahr signalisiert, wird unser Stress-System aktiviert. Bereits an anderer Stelle wurde darauf hingewiesen, dass der Organismus während Stress-Phasen in erhöhte Alarm- und Handlungsbereitschaft geht, die sowohl die Muskulatur, den Kreislauf und die Nervenstruktur betrifft. Dadurch wird das Sympahtoadrenalsystem aktiviert und eine vegetative Wirkungskette auslöst. Hier sprechen wir vom vegetativen Nervensystem.

Bei Gefahr oder in Stress-Situationen hat der Sympathikus die Aufgabe, schnellst möglich alle Abläufe in Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Hauptaufgabe ist dabei, dafür zu sorgen, dass der Mensch fliehen und überleben kann – und das mit der Mobilisation sämtlicher zur Verfügung stehenden Ressourcen. Diese Ressourcen werden zu einem großen Teil von Hormonen, die sich gegenseitig anstoßen und beeinflussen, aktiviert. Zu nennen sind hier Adrenalin, Noradrenalin, Corticotropin, Cortisol, Serotonin und Melatonin.

Reaktionen des Körpers

Bei akutem Stress konnte die Medizin sofortige Reaktionen des Körpers und seiner Organe beobachten:

  • In den Nebennieren werden die Hormone, die die Entscheidung zwischen Flucht und Angriff steuern, freigesetzt. Diese Hormone werden Katecholamine genannt.
  • In der Milz wird die Sauerstoffzufuhr zu den Muskeln erhöht. Dafür werden mehr rote Blutkörperchen freigesetzt. Diese roten Blutkörperchen sind bis zu ihrer Verwendung als Reserve in der Milz gespeichert.
  • Sauerstoff ist für den Körper sehr wichtig, denn jede einzelne Zelle braucht Sauerstoff für den Stoffwechsel. Der Transport des Sauerstoffs findet durch die roten Blutkörperchen statt.
  • In den Augen werden die Pupillen geweitet, um eine Bedrohung zu erkennen.
  • In den Lungen dehnen sich die Bronchien und die Atmung wird schneller, damit mehr Sauerstoff aufgenommen wird.
  • Der Muskeltonus wird erhöht. Für eine optimale Kraftausbeutung wird die Grundanspannung der Muskulatur erhöht. Bei ständig erhöhtem Muskeltonus kommt es zu Verspannungen.
  • In der Leber wird der in Form von Glykogen gespeicherter Zucker in Glukose umgewandelt, damit die Muskeln besser arbeiten können.
  • Puls und Blutdruck steigen. Damit dies nicht gleich zu einem Totalzusammenbruch führt, pumpt das Herz nun zusätzliche Mengen Glucose und Sauerstoff durch den Körper.
  • Um die Energie für die Muskulatur zu erhalten wird die Darm- und Harnblasenfunktion entsprechend reduziert. Die Verdauung wird dabei ausgesetzt und der jetzt störende Harndrang wird unterdrückt.
  • Die Blutgerinnung wird erhöht und im Gegenzug nimmt die Blutungsneigung bei Verletzungen ab. Dies hat sicher jeder schon einmal selbst erlebt, dass es bei einem Unfall erst nach einigen Sekunden zu Blutungen kommt.
  • Die Körperhaare richten sich auf und es entsteht eine Gänsehaut.
  • Im Gehirn erfolgt eine Abschwächung der Schmerzempfindung. Es erfolgt eine kurzfristige Schärfung des Denk- und Erinnerungs­vermögens. Parallel dazu steigt die Distanziertheit zu anderen Lebewesen. Es ist auch eine Zunahme von Aggressionen zu verzeichnen. Eine eventuell bestehende innere Leere oder Depression wird kurzfristig ausgeblendet. Die Libido erlischt für das Zeitfenster dieser akuten Stress-Situation gänzlich.
  • Wenn die Stress-Situation nun vorbei ist, benötigt der Körper noch einige Minuten bis zu mehreren Tagen, um eine Stabilisierung bzw. Regeneration des Systems  herbeizuführen.
  • Im Gehirn wird die Aktivierung des Hippocampus eingeleitet. Es ist das Erinnerungs- und Lernvermögen, um den Stress zu verarbeiten und eine Wiederholung einer solchen Situation langfristig zu vermeiden oder besser verarbeiten zu können.
  • Das Immunsystem läuft immer noch auf Reduktionskurs und bewirkt eine Abschwächung der Infektionsabwehr.
  • In der Leber wird Fett in verfügbaren Treibstoff umgewandelt, damit der Mensch bei der nächsten Alarmsituation wieder über ausreichend Energie verfügt. Diese Fettdepots finden wir im Bereich, Bauch, Hüfte, Taille und schwinden meist auch durch extreme Diäten nicht.
  • Die Nebennieren stoßen weiterhin Kortisol aus, um die Verdauung und das Immunsystem weiter nach unten zu regulieren.
  • Die Produktion der Geschlechtshormone wird nach wie vor gedrosselt.

Je nach Fitnesszustand des menschlichen Körpers und einer entsprechenden Resilienz sind nach einem erfolgten akuten Stressfall noch ca. 2 Wochen später im Blut Stresshormone nachweisbar. Dies hat zur Folge, dass ein Mensch maximal 2- bis 3-mal im Monat eine stressvolle Situation erleben kann, um für seine Gesundheit unbeschadet zu bleiben. Wenn Sie nun glauben, dass viel Sport einem Übermaß an Stress entgegenwirkt, kann das eher kontraproduktiv sein und für den Körper noch mehr Stress auslösen.

Die meisten Menschen sind durch Beruf und Privatleben, durch Kinder oder der Pflege von Angehörigen einem erhöhten Stresspegel ausgeliefert. Dieser Dauerstress führt dann natürlich unweigerlich zu verschiedenen Krankheitssymptomen.

Wir bieten Coachings für Unternehmen, Unternehmer und Führungskräfte, sowie Coachings für Ihre Mitarbeiter.

Durch unseren ganzheitlichen Ansatz sind wir ein kompetenter Partner in Ihrem Veränderungsprozess.

[1] http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/abnehmen/tid-12594/abnehmen-figurfallen-einfach-umgehen-die-zeitfalle_aid_349523.html