Fachkräftesicherung: Inklusion als Chance für Unternehmen

Vortrags-Nachschau

Gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung zum Thema Fachkräftesicherung: Inklusion als Chance für Unternehmen. Eingeladen hatte die wfa Kreis Plön, das Aktionsbündnis SH-Inklusive Jobs und die FI.SH.

Es war ein informativer Vortrag von Herrn Klaus Borcherding von der gefas – Gesellschaft für Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik. Herr Borcherding hat aus seinem Arbeitsalltag berichtet und den Möglichkeiten, die ein Unternehmen hat, sollte es sich entschließen, einen Mitarbeiter mit Handicap einzustellen. Anwesend waren auch zwei Unternehmens-Vertreter, die von Ihren Erfahrungen mit den eingestellten Mitarbeitern mit Handicap berichteten. Auch die zum Teil anwesenden Mitarbeiter kamen zu Wort und konnten von ihrem Weg und ihrem Erfahrungen berichten. Eine Schwerbehinderung hat viele Gesichter. Meist haben wir das Bild eines Rollstuhlfahrers im Kopf. Doch auch Burnout kann zu einer Schwerbehinderung führen. Krankheiten können schon von Geburt an bestehen oder auch erst im Laufe eines Lebens erworben werden. Daraus wird deutlich, dass die Häufigkeit einer Schwerbehinderung mit dem Alter zunehmen kann. Und das sind doch unsere Fachkräfte. Menschen mit Erfahrung. Warum wollen wir dieses Potential nicht nutzen?

Klar kann es auch vorkommen, dass Menschen mit einem Handicap ihren angestammten Beruf nicht mehr ausüben können. Deshalb sind sie noch lange nicht wertlos und haben auf jeden Fall immer eine Chance verdient.

Fazit des Abends

Es hat sich ganz klar herausgestellt, dass ein Mitarbeiter mit Handicap oder noch besser „anderen besonderen Fähigkeiten“ eine große Bereicherung für ein Unternehmen ist und sein kann, wenn man ihm oder Ihr eine Chance gibt. Dass dabei von Seiten des Unternehmens eine andere Sichtweise, mehr Respekt und Achtsamkeit an den Tag gelegt werden muss, war für diese Unternehmen keine Frage.

Achtsamkeit und Wertschätzung ist in unseren modernen und schnelllebigen Zeiten immer mehr ins Hintertreffen geraten. In vielen Unternehmen ist Mobbing und Bossing immer noch „Tagesgeschäft“. Umso schöner ist es, Unternehmen kennenzulernen, die sich entschließen, trotz aller möglichen Probleme Menschen eine Chance zu geben. Ich hoffe es werden noch mehr.

Damit es noch mehr werden können, bedarf es auch einer entsprechenden Führungsqualifikation. Hier möchte ich auf unseren Zertifikats-Lehrgang „Fit für Führung“ hinweisen.

Ich werde mich auf jeden Fall auf das Thema Inklusion einlassen und freue mich jetzt schon darauf.